Die Idee


Im Zeitalter der Globalisierung, Europapolitik und multikultureller Gesellschaft steht die Verständigung mit anderen Menschen auch im Vordergrund von Kita-Alltag. Das Werkzeug hierzu ist die Kommunikation, also ist es erforderlich, mehrere Sprachen zu beherrschen. Die für Europa „normale“ Einsprachigkeit wird den Anforderungen der Zeit nicht mehr gerecht. Europäische Bürger sollen in Zukunft drei Gemeinschaftssprachen sprechen können. Gute Sprachkenntnisse eröffnen den Menschen Chancen in der persönlichen Entwicklung, in Schule und Beruf.

 

Das Kind lernt aus eigenem Antrieb. Es ist etwa bis zum 7. Lebensjahr besonders empfänglich/“sensibel“ für das Lernen von Sprachen. So wie das Kind sich mühelos seine Muttersprache aneignet, kann es sich ebenso leicht eine Zweit- oder Drittsprache aneignen.

 

Aus neuesten Erkenntnissen der Hirnforschung wissen wir, dass Kinder im Zeitraum der frühen Kindheit auf die Entwicklung und den Aufbau sprachlicher Strukturen spezialisiert sind. Kinder entwickeln für den Erwerb von Sprachen bei entsprechenden Anregungen bestimmte Gehirnstrukturen, über die sie dann ihr ganzes Leben verfügen können. Für die frankophone Bildung im Kindergarten sollte schon aus dieser Sicht die Chance genutzt werden und das Erlernen einer Zweitsprache in die Frühförderung von Kindern aufgenommen werden.

 

Das Kind erarbeitet sich die Welt im Spiel. Kinder spielen Handlungs‑ und Erfahrungsbezogen. Diese Chance, im Spiel zu lernen, soll für die Aneignung der Zweitsprache genutzt werden.

 

Die frühe Vermittlung einer Fremdsprache und der damit verbundenen Kultur ist ein wichtiger Schritt in die Richtung der Erziehung von Kindern zur Weltoffenheit, Toleranz, Solidarität und Akzeptanz gegenüber Andersartigkeit. Kinder, die früh eine Zweitsprache lernen, erfahren eine bereichernde Vielfalt, die zu einer größeren Offenheit gegenüber anderen Sprachen, Kulturen und Lebensarten führen kann.

 

Es ist ein Geschenk, wenn wir versuchen, unseren Kindern von klein auf eine zweite Sprache, eine zweite Kultur zu vermitteln; es ist ein Geschenk für die Kinder, aber auch für die Gesellschaft.