Unser pädagogischer Ansatz


In den deutsch-französischen Gruppen werden die Kinder sowohl von einer deutschen Erzieherin als auch – in der Zeit von 8 bis 15 Uhr – von einer französischsprachi­gen Sprachassistentin betreut. Erzieher und Sprachassistenten arbeiten partnerschaftlich und gleichberechtigt zusammen. Umgangssprachen in der Kindertagesstätte sind Französisch und Deutsch, auch wenn die Mehrheit der Kinder zu Beginn nicht beide Sprachen versteht. Die ErzieherInnen sprechen ausschließlich deutsch; die SprachassistentInnen ausschließlich französisch – nach dem Grundsatz „eine Person, eine Sprache".

 

Diese Methode des Sprachenlernens nennt man Immersionsmethode. Immersion meint „Eintauchen“ und wird sinngemäß übersetzt mit „Sprachbad". Gestik und Mimik spielen eine große Rolle: die Sprachassistentin unterstützt auf diese Weise alles, was sie den Kindern in der anfangs fremden Sprache sagt, aber sie übersetzt nicht. So erschließen sich die Kinder das Französische selbst aus dem Zusammenhang, in dem es gebraucht wird.

 

Immersives Lernen überfordert nicht, weil die Sprache nicht zum Thema gemacht wird. Im Gegensatz zum herkömmlichen Unterricht stehen Grammatik und Vokabeln nicht im Vordergrund. Somit wird der natürliche Prozess des kindlichen Spracherwerbs noch einmal nachgebildet. Die Immersionsmethode ist daher kindgerechter und erfolgreicher als jede andere Methode des frühen Spracherwerbs.

 

Doch die Sprachassistenten vermitteln nicht nur die Sprache, sondern auch die Kultur der frankophonen Länder: Kochen nach französischen Rezepten, fran­zösische Feste, Lieder, Reime und sogar Theater­stücke gehören zum Alltag. Dabei wird die gesamte frankophone Welt einbezogen; das Thema „Afrika – l’Afrique“ bereicherte mit allen seinen Facetten das Kindergartenjahr 2007/2008 und wurde im Sommer mit einem großen Afrikafest krönend abgeschlossen.

 

Weiterführende Literatur zur Immersionsmethode gibt es auf den Seiten des Vereins für frühe Mehrsprachigkeit an Kindertageseinrichtungen und Schulen.